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Ostinvestor - Die Strategie:

Das Erfolgsrezept der Ostinvestor Strategie klingt relativ einfach:

Wir verzichten auf blinde und riskante Zockereien und investieren nur nach streng fundamentalen Kriterien. Bevor eine Investition für uns in Frage kommt, zum Beispiel in Aktien eines Unternehmens, wird das Unternehmen genauestens analysiert. Und zwar meist bevor(!) andere darauf aufmerksam werden. Nach diesem scheinbar einfachen Rezept führten wir auch die Musterdepots der vergangenen Jahre.

Unser Ansatz kombiniert Wert- und Wachstums-Ansatz. Das klingt paradox. Ist es aber nicht. Gesucht wird schlicht nach möglichst stark unterbewerteten Aktien, die gleichzeitig ein sehr hohes Wachstumspotential aufweisen. Also, in korrekter Fachsprache, nach Aktien mit niedrigem Kurs-Gewinn und/oder Kurs - Buchwertverhältnissen, günstigen Multiples wie EV/EBITDA und/oder EV/Umsatz, hohen Eigenkapitalrenditen bei gleichzeitig hoher Eigenkapitalquote (d.h. geringer Verschuldung) und Wachstumsraten von möglichst über 40 % pro Jahr. 


Aber wo gibt es diese "traumhaften" Aktien? 
Bei der Suche hat sich schon vor Jahren herausgestellt, dass man dazu "nur" über den Tellerrand des alten Europa blicken muss. Dann findet man diese "traumhaften" Aktien. - und zwar zu 70 % in Osteuropa. Nur etwa 30 % aller Aktien, die diesen Kriterien genügen waren in den übrigen Regionen wie den USA oder den westeuropäischen Börsen zu finden. Wenn überhaupt, dann sind solche Aktien nur noch in Asien und hier z.B. in Regionen wie Vietnam zu finden.

Wir sehen im erweiterten Osteuropa daher extremes Potential für Anleger. Nicht für immer, aber noch auf viele Jahre hinaus. Die breite Masse (und auch die meisten Investoren, selbst professionelle Fondsmanager und Vermögensverwalter) haben heute immerhin noch größte Schwierigkeiten, Länder wie Georgien, Armenien oder gar Moldawien auf der Landkarte zu finden. Wir finden, das ist ein gutes Zeichen.

Unser Vorgehen im Detail:

  • Durch intensive Recherchen "vor Ort", durch Anwendung teilweise auch unkonventioneller Methoden, bilden wir uns eine eigene Meinung.
  • Risiken werden kalkuliert und bewusst eingegangen, sofern ein angemessenes Gewinnpotential gegenübersteht. Durch Streuung der Einzelrisiken wird das Risiko für das Gesamtdepot erheblich minimiert. Ein theoretischer Totalausfall einzelner Investments wird durch die überproportional gute Entwicklung anderer Investments kompensiert.
  • Wann immer möglich und sinnvoll meiden wir ADRs/ GDRs und bevorzugen die Originalaktien, da diese erheblich geringere Risiken und Nachteile aufweisen. Weitere Informationen zu den Risiken von ADR und GDR finden Sie in unseren zahlreichen Interviews und Presse-Beiträgen. Navigieren Sie über das Menü oben zurück zur Startseite und dann auf Presse, oder klicken Sie hier um eine Auswahl zu sehen. Beachten Sie zu diesem Thema z.B. den Beitrag in der FAZ vom 27.10.2004
  • Wir betreiben kein aktives Trading, sondern investieren i.d.R. langfristig auf Sicht von mehreren Jahren. Da unsere Strategie naturgemäß nicht immer sofort aufgeht, sind ggf. längere Halteperioden einzukalkulieren.
  • Wir handeln i.d.R. konträr, d.h. gegen vorherrschende Meinungen. Dennoch ist unser Ansatz methodisch:

Strikter Value-Ansatz....
Trotz oder gerade weil es sich um scheinbar riskante Märkte handelt, verfolgen wir wie beschrieben einen strikten Ansatz nach der Value-Strategie. Es wird schwerpunktmäßig nur in Aktien investiert, die nach fundamentalen Kriterien unterbewertet sind und/oder nach ausführlicher Fundamentalanalyse eine gutes Wertsteigerungspotential erkennen lassen.

Nicht wenige osteuropäische Unternehmen verfügen über sehr hohe Eigenkapitalquoten (sind also nur marginal verschuldet). Dies ist teilweise eine Folge des Privatisierungsprozesses: So mancher Staatsbetrieb wurde schuldenfrei auf den Kapitalmarkt gebracht. Zum anderen liegt dies auch schlicht an der sehr zögerlichen Kreditvergabe durch die Banken in der Vergangenheit. 

Unternehmen, die mit hoher Eigenkapitalquote nicht nur solide Erträge generieren, sondern diese sogar kontinuierlich steigern, dabei noch sehr günstig bewertet und in einer aufstrebenden Volkswirtschaft tätig sind - das sind unsere primären Investitionsobjekte.

Liegen ausreichend Daten zur weiteren Entwicklung vor, liefert die klassische Discounted CashFlow-Methode in Einzelfällen eine Entscheidungsgrundlage. Aufgrund zu vieler Unwägbarkeiten in den Emerging Markets machen wir von dieser Analysemethode jedoch nicht allzu oft Gebrauch.

Der Peer Group-Vergleich mit anderen Unternehmen derselben Branche ist für uns ein sehr wichtiger Ansatzpunkt. Dabei werden die Marktbewertungen einzelner Unternehmen mit Konkurrenten aus anderen Ländern und Regionen, die eine vergleichbare Risikostruktur aufweisen, verglichen. Bedingt durch derzeit noch ineffiziente Marktstrukturen und das Fehlen ausländischer Investoren lassen sich nicht selten Unternehmen ausfindig machen, die mit einem erheblichen Abschlag notieren.

Ein vorausblickender Investor kann sich dies zu nutze machen, denn über einen gewissen Zeitraum wird der Markt dieses Ungleichgewicht abbauen.

.... mit Ausnahmen
Darüber hinaus liefert ein Peer-Group-Vergleich zusammen mit der Fundamentalanalyse auch Hinweise auf Unternehmen, die sich beispielsweise durch Transfer-pricing "künstlich" arm rechnen (um z.B. Steuern zu sparen). Das ist eine gängige Praxis in manchen Unternehmen, die einen Mehrheitsaktionär besitzen.

Fortschreitende Reformprozesse, einhergehend mit strengerer staatlicher Kontrolle und Finanzaufsicht führen dazu, dass diese Praktiken zurückgedrängt werden. In der Folge explodieren die ausgewiesenen Gewinne regelrecht. So geschehen in Russland vor wenigen Jahren, und so geschieht es derzeit in der Ukraine. Quasi aus dem Stand verzehn- und verzwanzigfachen sich plötzlich die Gewinne von einem zum anderen Quartal, nur weil bisher gängige Praktiken der Gewinnverschleierung unterbunden werden. Die Aktienkurse steigen dabei innerhalb von wenigen Monaten nicht selten um das 20-30 fache.

Die Ukraine ist ein sehr aktuelles Beispiel, wie sich Märkte und Kurse entwickeln können, wenn der Staat ernsthafte Reformbemühungen einleitet und die Finanzaufsichtsbehörden härter durchgreifen.

Derartige Sondersituationen mögen auf den ersten Blick hochriskant erscheinen, bergen aber ganz erhebliches Gewinnpotential, das i.d.R. über 1.000 % hinausgeht. Durch eine Streuung der Investments wird das Risiko minimiert. Eine einfache Rechnung verdeutlicht das: Selbst wenn sich 9 von 10 solcher Sondersituationen als völliger "Fehlgriff" (=Totalverlust) des Asset Managers erweisen sollten, genügt es, wenn das 10te greift. Denn dann sind i.d.R. Kursgewinne von über 1.000 % zu erwarten, die den Totalverlust der übrigen 9 wettmachen.

Die Kunst besteht nun darin, nicht "blind" nach der Dartwurfmethode derartige Kandidaten auszuwählen. Sondern gezielt und methodisch zu filtern, und dann nur Engagements einzugehen, die wirkliches Potential für einen "Verzehnfacher" bieten. Das erfordert jedoch nicht nur fundierte Marktkenntnis, sondern auch die Freiheit, gegen die Meinung der Masse zu agieren.

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